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Dominion mit 6 Spielern

Am Wochenende haben wir es endlich mal geschafft Dominion mit 6 Spielern zu spielen. Das Basisspiel Dominion – was für eine Welt, erlaubt ja eigentlich nur 4 Spielern mitzuspielen. Um die 6 Spieler Dominionvariante spielen zu können, wird daher noch mindestens Dominion – Die Intrige benötigt. Zum einen natürlich, weil man mehr Anwesen benötigt für den Start, zum anderen auch wegen den Flüchen, Provinzen und dem Kupfer.

Die Änderungen:
Im Vergleich zum Basisspiel funktioniert das Spiel im Prinzip genauso. Bei Dominion zu sechst endet das Spiel auch, wenn alle Provinzen gekauft sind, wobei hier pro Spieler nach dem vierten drei weitere Provinzen hinzugefügt werden müssen. Das Spiel endet aber auch wenn – Achtung Änderung – 4 Stapel mit Königreichkarten leer gezogen wurden. Die Menge der Karten pro Königreichkarte liegt dabei immer noch bei 10, da ändert sich also nix. Einzig Provinzen und Flüche erhalten einen Zuwachs.

Das Spiel zu sechst:
Wir haben 3 Runden gespielt und im Schnitt knapp eine Stunde pro Partie benötigt. Das hatte bei uns zwei Hauptursachen.
1. Wir hatten eine Reihe neue Spieler dabei, die das Spiel noch nicht kannten und sich so nicht wirklich schnell zwischen den Karten entscheiden konnten.
2. Eine Reihe unserer Spieler nehmen sich gerne etwas länger Zeit zum überlegen. Ja eigentlich könnte man das schon während der Züge der anderen machen, was auch getan wird, aber es passierte dennoch hin und wieder.
3. Angriffskarten, die mehrere Gegner betreffen waren die größten Zeiträuber.

Ansonsten war ich überrascht, wie schnell die Runden bei dieser Dominionvariante vorrüber sind. Sobald einer die erste Provinz kauft fängt praktisch das Endspiel schon an und man muss sich sputen wenn man bis dahin noch nichts hat. Wenn es denn überhaupt soweit kommt. Denn bei 6 Spielern und nur 10 Karten pro Stapel sind die guten Karten halt schneller weg als man schauen kann, so dass das Spiel zweimal auch endete weil 4 Königreichkarten leergekauft waren. Durchschnittlich reichten dabei 24 Punkte zum Sieg.

Fazit:
Dominion mit 6 Spielern ist eine nette Variante bei der besonders Angriffskarten sehr stark werden. Der langsamere Spielablauf stört aber doch mehr als ich zuerst dachte, wobei das sicher auch an der Lernkurve lag. Ich denke mit meiner regulären Spielerunde werde ich es noch ein paar Mal in dieser Konstellation spielen können und mir dann eine abschließende Meinung dazu bilden.

Agricola Strategie – Fischers Fritze

Gestern haben wir es nach langer Zeit mal wieder geschafft eine gepflegte Runde Agricola auf die Beine zu stellen. So richtig hab ich mir keine Strategie zurechtlegen können, weil es zum einen fast ein Jahr her ist, dass ich das letzte Mal gespielt hatte und zum anderen alle guten Felder jedesmal belegt waren :) Agricola ist ja vor allem ein Spiel der begrenzten Aktionen, daher war die einzige Strategie von mir jedes Feld zu nehmen, dass mir Aktionen sparte.

Ich konzentrierte mich daher früh im Spiel darauf Rohstoffe zu sammeln und erstmal zu schauen was die anderen so machten. Olga absolvierte Recht bald eine Ausbildung zum Brotbäcker, wodurch sie fortan von allen Brotbackaktionen der anderen profitieren sollte. Mark nahm sich eine Kochstelle und braute Gemüsesaft und Sonja wandelte Unmengen von Lehm in Nahrung um. Backen wollte ich nicht, weil zum einen das Ackerfeld dauernd weg war und ich kein Lehm hatte um einen passenden Ofen zu kaufen. Ich baute daher irgendwann gleich mit 10 Holz eine Riesenweide und schnappte mir die 4 Schafe für die sich sonst niemand interessiert hatte. Mark hätte die ohne weiteres verwursten können, hatte aber wohl andere Pläne. Da ich aber immer noch keine Feuer- oder Kochstelle hatte war das Nahrungsproblem noch nicht aus der Welt. Also nochmal schnell die Ausbildungskarten durchgeschaut und da bleibt mein Blick auf dem Fischer hängen. Der Fischer verdoppelt sämtliche Nahrung, die man vom Fischenfeld bekommt, man muss allerdings an den Besitzer von Reuse, Angel und so Zeug auch noch je 1 abgeben. Na diese Anschaffungen waren zum Glück nicht im Spiel und auf dem Fische Feld lagen schon 5 Nahrungsmittel. Also als letzte Aktion die Ausbildung zum Fischer gemacht und in der Runde drauf direkt 12 Nahrungsmittel eingesammelt. Die Grundversorgung meiner Familie war damit bis zum Spielende schon gesichert. Jetzt konnte ich langsam auch ein paar Äcker pflügen und nach einem Doppelhausausbau mit gleichzeitigem Kauf von 3 Ställen für 16 Holz war dann auch endlich Platz für Nachwuchs in der Hütte. Der Rest vom Spiel war dann einfach. Sonja und Mark waren inzwischen auch unter die Tierzüchter gegangen, so dass ich mit meiner Molkerei zu jeder Ernte nochmal passiv 4 Nahrungsmittel bekommen habe. Ein erneuter Fischzug für 8 Nahrungseinheiten sicherte dann meinen 5 Familienmitgliedern das Überleben und ich konnte den Sieg knapp mit 4 Punkten Vorsprung vor Mark holen, obwohl ich weder Rinder noch Wildschweine auf meinem Hof beherbert hatte und auch keine Punkte über Sonderkarten vorzuweisen hatte.

Endstand:
Ich: 39
Mark: 35
Sonja: 27
Olga: 25

Fazit:
Ich hatte ganz vergessen was für ein schönes Spiel Agricola doch ist, und welch unterschiedliche Strategien hierbei letztendlich zum Erfolg führen können. Agricola kommt also in Zukunft wieder öfter auf den Tisch und eventuell gibts ja auch ein Comeback des Fleischbarons – muahahaha.